www.globebike.de

Koolstop Wilderbeast II

Der Koolstop Wilderbeast II ist ein Fahrrad Einspuranhänger. Vergleichbar in etwa mit dem bekannteren BOB Yak, mit der Ausnahme das der WB faltbar ist.

Techn. Daten:
Cro-Mo Rahmen
U-Deichsel
16” Laufrad mit industriegelagerter Nabe
Zuladung: 32 kg
Gewicht: 8,2 kg
Ladefläche: 67 x 39 cm
Farbe: silber
Wimpel und Schutzblech
Befestigung mit 2 versch. Kupplungen am Rad möglich
 

Verarbeitung:
Der Anhänger macht einen gut verarbeiteten Eindruck. Jedoch zeigte sich schon nach kurzer  Zeit das die Enden der Befestigungsschrauben der Kunststoffgelenke nicht entgratet waren. So bohrten diese sich, trotz Überkleben der Enden, in die Tasche und meine allabendliche Beschäftigung war dann das Suchen und ggf. Flicken div. Löcher. Zum Glück hatte ich das Ortlieb Repair Kit dabei.

Auch die Ausfallenden des Rades könnten besser verschweißt sein. Die Kunststoffteile machen einen soliden Eindruck.

Kupplung:
Die neue Universalkupplung lies sich nicht ohne Probleme anbringen. Ich musste dazu auf der Zahnkranzseite den Splint um 10mm kürzen, da dieser sonst auf das Schaltwerk drückte und der Bügel sich nicht umlegen lies. Dies funktionierte zwar, aber eine 100%ige Lösung ist das auch nicht. Auf dem Schaltwerk sind deutlich Kratzspuren zu sehen. Außerdem leidet der Schaltkomfort dadurch etwas, lässt sich aber tolerieren. Auf der zum Rahmen zeigenden Seite gibt es auf dem Aluteil eine Erhebung die sicherlich in das Ausfallende gehört. Dadurch ist die Öffnung bzw. das gesamte Teil bei meinem Rahmen leicht nach unten geneigt (keine Funktionseinbuse). Ich denke das eine Anbringung an dem Rahmen von Virginies Rad (Nöll MT2) nicht möglich ist, da das Ausfallende sich dort nach vorne und nicht nach unten öffnet. Ausprobiert habe ich es aber nicht. :-)

Die beiden Zapfen die in die Kupplung eingehängt werden müssen mm genau eingestellt sein, sonst gibt es bei jedem Lastwechsel von  li nach re ein quietschendes Geräusch. Ich dachte erst das Lager hätte einen Schlag, dann war es aber "nur" der Hänger.

Das Anhängen des Hängers im leeren Zustand ist alleine kein Problem, beladen wird es aber schon schwieriger. In diesem Fall ist eine zweite Person sicherlich hilfreich aber nicht notwendig.

Funktion:
Das Fahren mit dem Hänger macht einen  Riesenspaß. Beim bergab und flachen Fahren merkt man ihn kaum, dafür zieht er ordentlich wenn es bergauf geht. Hier liegt auch der einzige Nachteil im Gegensatz zu Gepäcktaschen: Durch das fehlende Gewicht von oben auf das Hinterrad drehen die Reifen auf Schotter früher durch. Ansonsten ist es einfach nur angenehmer! Der Hänger folgt einem ohne Probleme, auch über schmalste Wege!

Das Zusammenklappen des Hängers ist eine gute Sache und funktioniert prima.

div. Verbesserungsvorschläge:

Die Deichsel hat sich auf holpriger Strecke gelöst und sich dadurch verbogen. Ein Weiterfahren wäre ohne Ersatz kaum möglich gewesen! Hier könnte man mit einer Konter-Stopmutter diese Gefahr minimieren.

Auf der Kunststoffplatte sammelt sich bei Regen oder nach Furten das Wasser, hier könnte das Wasser durch Bohrungen besser ablaufen.

Die Schutzblechbefestigung am Hänger (nicht an der Gabel) hat durch Vibrationen das Loch für die Schraube immer weiter geweitet bis dieses letzendlich durchgefressen war. Hier könnte eine größere Unterlegscheibe oder hochwertigeres Material Abhilfe schaffen.

Ich habe versucht die Gewindeösen an der Deichsel  zu nutzen und habe einen Flaschenhalter angebaut. In diesem wollte ich die  Benzinflasche des Kochers transportieren. Das funktionierte aber leider nicht da sich die Deichsel jetzt nicht mehr ganz einlenken lies. Schade!

Vergleich BOB Yak / Koolstop Wilderbeast II

Die beiden Hänger stehen sich im Großen und Ganzen in nichts nach. Man hat sogar den Eindruck wenn man sich die Rohre,Lackierung  und Aufkleberart anschaut sie kommen aus der selben Schmiede.
Feine Unterschiede gibt es natürlich.
Die Kupplung ist beim Yak meiner Meinung nach deutlich besser gelöst.
Der WB macht durch die zusätzlichen Streben am Boden und der von oben angebrachten Kunststoffplatte (beim Yak Metallgitter von unten(!), punktgeschweißt) einen deutlich stabileren Eindruck. Das macht sich aber auch im Gewicht bemerkbar (~3kg!). Ebenfalls ein großer Vorteil des WB ist seine Form. Durch die Rundung des Yaks geht doch einiges an Platz verloren (z.B.Getränkekistentransport). Das Fahrverhalten ist ziemlich gleich, wobei ich  den Eindruck hatte der Yak würde mehr hinter dem Rad herhoppeln als der WB. Das mag daran liegen das der Yak steiler zur Kupplung hin aufsteigt also höher liegt. Das hat aber wiederrum den Vorteil mehr "Unterbodenfreiheit" zu haben
.

Homepage von Koolstop
(mit Handbüchern der Hänger und der versch. Kupplungen im .pdf Format)

[Auswahl]   [oben]

[Home]

©  Tobias Dick 01/2003